6 Monate in Sydney

Nicolas, Juni 2006

1. Der Entscheid

Schon während meiner Studienzeit an der HEC wusste ich, dass die englische Sprache für meine berufliche Zukunft wichtig sein wird. Vor allem im Finanz- und Bankwesen ist Englisch weltweit eine einflussreiche Sprache. Dieser Aspekt war einer der Gründe für meine Sprachreise nach Australien. Der Hauptgrund aber, warum ich nach Australien reisen wollte, war die Schönheit des Landes und deren klimatischen Verhältnisse.
Ich werde 4 Monate lang einen Sprachkurs in Sydney Manly besuchen und anschliessend drei Monate quer durch Australien reisen. Sydney Manly ist mit der Fähre, circa 30 Minuten vom Stadtzentrum Sydney entfernt.
Den letzten Abend vor meiner Abreise habe ich mit Freunden in Genf verbracht. Wir haben bis spät in die Nacht gefeiert und ich habe, da ich um sechs Uhr schon am Flughafen sein musste, nicht viel geschlafen. Die lange Reise beunruhigte mich ein bisschen, aber sonst war ich sehr gespannt auf das Land und auf alles, was ich vor Ort erleben werde. Das einzige Laster, das ich Moment hatte, war ein bisschen Kopfweh vom Bier von gestern!


2. Die Reise

Der Flug von Genf nach Wien dauerte nicht lange. In Kuala Lumpur legten wir einen technischen Zwischenhalt ein.Im Wartesaal bin ich einer jungen Französin begegnet. Das erstaunliche an dieser Begegnung war, dass wir nicht nur dasselbe Reiseziel hatten, sondern auch in derselben Schule und für diesselbe Prüfung eingeschreiben waren. So ein Zufall! Die Reise von Kuala Lumpur nach Sydney dauerte ewig. Ich war total ungeduldig und konnte nicht mehr warten endlich in Sydney anzukommen.


3. Die Ankunft in Sydney

Freitag, der 2. Dezember 2005, 17:00 Uhr abends. Ich betrete zum ersten Mal australischen Boden und das erste, was mir auffiel war, dass es in Australien nicht Winter war wie in der Schweiz, sondern Sommer! Ich habe sofort ein Taxi genommen, das mich zur Gastfamilie fuhr. Und endlich! Nach 26 Stunden Reise erreiche ich das Haus meiner Gastfamilie. Die Gastfamilie, bei denen ich gewohnt habe, war sehr gutmütig. Das hat mich nicht überrascht, denn Australien wird für seine gastfreundlichen Einwohner gerühmt. Ich habe noch kurz meine Koffer ausgepackt und bin um 20:00 abends komplett erschöpft eingeschlafen.


4. Die Unterkunft und mein erstes Wochenende

Das Haus meiner Gastfamilie liegt in einem ruhigen Quartier, ungefähr 15 Minuten mit dem Bus von Sydney Manly entfernt. Die Familie hat auch einen Sohn von 14 Jahren.
Am nächsten Tag haben wir mit Mary, der Gastmutter, eine kleine Spritzfahrt durch Sydney unternommen. Sie hat mir die Schule, die verschiedenen Einkaufszentren und natürlich den Strand gezeigt. Danach bin ich mit der Fähre ins Stadtzentrum von Sydney gefahren. Was mir dort wirklich den Atem genommen hat, war die Oper! Ein unglaubliches architektonisches Meisterwerk! Ich konnte nicht genug Fotos davon nehmen!
Am Sonntag habe ich den ganzen Tag am Meer un an der Sonne verbracht.


5. Die Schule und die ersten Wochen

Am Montag habe ich an der Schule des Australian College of English den “General Intensive English” Kurs begonnen. Die ersten drei Wochen vor Weihnachten aber, habe ich damit verbracht um mein Englisch aufzufrischen, da ich an der Universität nicht gross Gelegenheit hatte, mein Sprachniveau, das ich im Abitur hatte, aufrechtzuerhalten. Am ersten Tag habe ich einen Einstufungstest absolviert, damit mich die Schule in die, meinem Sprachniveau, entsprechende Klasse einteilen konnte. Die Lehrer haben uns auch über den Ablauf der Kurse und die Stadt Manly informiert und uns anschliessend die drei Klassenzimmer gezeigt. Das eine Schulgebäude befindet sich ganz in der Nähe der Hauptfussgängerzone von Manly, dem Corso, dort wo sich auch die Einkaufszentren, Restaurants und Bars der Stadt befinden. Im anderen Schulgebäude hat man eine fantastische Aussicht auf das Meer und den Strand. Die Kurse beginnen am Dienstag um 9 Uhr morgens. In meiner Klasse gab es viele Asiaten, aber auch Europäer. Die Atmosphäre unter den Mitstudenten war grossartig. Am Morgen hatten wir Grammatikunterricht und am Nachmittag richtete sich der Unterricht auf das Vocabulaire und die Wünsche der Studenten aus. Zusätzlich fanden jeden Tag Workshops in denen die Englischkenntnisse intensiviert werden können, statt. In den ersten drei Wochen habe ich einen grossen Teil meiner Freizeit am Strand oder bei BBQ’s mit Freunden verbracht. Die ersten drei Wochen im Intensivkurs haben mir sehr viel genützt. Am Anfang hatte ich etwas Mühe die Australier mit ihrem starken Akzent zu verstehen. Aber jetzt habe ich mich sehr an deren Akzent gewöhnt.

Ferien
Die Ferien zwischen dem Intensiv- und dem Beginn des Cambridge Prüfungsvorbereitungskurses waren ideal! Meine Eltern haben die Gelegenheit genutzt und haben mich und meine Schwester, die zur selben Zeit wie ich in Sydney einen Sprachaufenthalt absolvierte, besucht. Die fünf Tage, die wir zusammen hatten, haben wir genutzt um die Stadt Sydney und Umgebung zu besichtigen sowie verschiedene Nationalpärke. Das Neujahr haben wir in einem super Restaurant in einem alten Viertel von Sydney gefeiert und besichtigten nach einer guten italienischen Mahlzeit die Feuerwerke am Hafen. Nach Mitternacht haben wir mit tausenden von Personen die Nacht vor der Oper verbracht. Ein unvergessliches Erlebnis! Und das mit meiner ganzen Familie! Am ersten Januar stieg der Thermometer auf 43 Grad. Es war der wärmste Tag meines Sprachaufenthaltes!


6. Die Schule und der Cambridge Prüfungsvorbereitungskurs

Drei Wochen hatte ich nun Zeit mich anzupassen. Jetzt war die Zeit reif um den CAE Prüfungskurs zu beginnen. Das CAE Diplom ist das zweithöchste Diplom der englischen Sprache. Dieser Kurs erfodert auch vielmehr Anstrengung als der Standardkurs in Englisch, da es am Ende des Kurses auch eine Abschlussprüfung gibt. Am ersten Tag haben wir einen Einstufungstest absolviert und danach mit den neuen Studenten die Stadt Manly besichtigt. Am Dienstag began der Kurs richtig. Die Klasse bestand nun fast nur aus Schweizern. Aber für mich war das kein Problem, da wir uns von Anfang an daran gewöhnt haben, Englisch miteinander zu sprechen.
Von Anfang an stand fest, dass wir nach der Schule mindestens zwei Stunden Hausaufgaben zu erledigen hatten. Es war aber jedem Einzelnen selbst überlassen, ob er die Hausaufgaben erledigt oder nicht, denn alle waren sich bewusst, dass es am Ende des Kurses eine Abschlussprüfung geben wird.
Je mehr Wochen ich in der Schule und in der Gastfamilie verbracht habe, umso mehr hat sich mein Englisch und vor allem mein Vocabulaire, verbessert.

Study Retreat
Nach sieben Kurswochen hat die Schule für die Studenten ein “Study Retreat” organisiert. Wir sind mit der Parallelklasse für drei Tage in eine Jugendherbe in den Norden von Sydney gereist. Die Jugendherberge lag in einem Nationalpark, komplett abgeschnitten von der Zivilisation. Wir hatten nicht nur die Möglichkeit die Mitstudenten besser kennenzulernen, sondern auch den australischen Bush, seine Vögel, Reptilien und Beuteltiere. Ich hatte zum ersten Mal die Gelegenheit Kängurus in freier Wildbahn zu beobachten.

Zurück in der Schule
Die darauffolgenden Kurswochen waren mehr oder weniger immer gleich. Neben dem Schulunterricht musste ich viele Hausaufgaben erledigen, was mir aber aufgrund den zahlreichen Freizeitaktivitäten immer schwerer fiel. In den letzten drei Wochen mussten alle Studenten an einer Probeprüfung teilnehmen. Ich habe den Test ohne mich darauf vorzubereiten, absolviert. Die Endergebnisse haben meine Schwachpunkte aufgezeigt: ich scheiterte mit 55% beim “listening” und “writing”. Jetzt wusste ich, was ich noch für die Prüfung lernen musste. Der letzte Termin näherte sich langsam, was uns aber nicht hinderte eine gute Zeit am Strand zu verbringen. Die letzten beiden Wochen verbrachten ich und meine Mitstudenten damit, uns ein letzes Mal intensiv auf die Prüfung vorzubereiten. Am Abend vor der Prüfung habe ich mich entschieden noch einmal über die Bücher zu gehen, aber ich habe schnell gemerkt, dass es nichts mehr nützt.
Am Tag der Wahrheit haben sich dann alle im grossen Kongresssaal der Schule versammelt. Die erste Prüfung fand um 9 Uhr morgens statt, die zweite direkt nach der Mittagspause. Nach der Prüfung haben wir uns alle am Strand auf ein letztes BBQ versammelt. Die meisten meiner Klassenkameraden mussten am darauffolgenden Montag schon abreisen. Für mich und meine Schwester begann das Abenteuer jetzt. Eine Reise quer durch Australien!

Sydney, seine Denkmäler und seine Freizeitaktivitäten

Die Menschen in Sydney kommen aus der ganzen Welt. Es ist eine sehr multikulturelle Stadt mit viel Charme. Meiner Meinung nach ist Sydney das weltbekannte Opernhaus. Es besitzt eine grossartige Architektur und liegt direkt am Hafen von Sydney. Ein anderes schönes Konstrukt ist die Harbour Bridge, welche die nördlichen Vororte mit den südlichen verbindet. Von dieser Brücke aus hat man eine super Aussicht auf den Hafen. Sydney ist aber auch bekannt für den Sydney Tower, der mitten in der Stadt liegt. Er ist mit 304 Metern das höchste Gebilde in Australien. Die Sicht aus dem obersten Stockwerk ist atemberaubend. Man hat eine Rundsicht von über 85km. Ich sah nicht nur die Meeresbucht von Sydney sondern auch die blauen Berge im Westen.
Das Rocks Quartier in Sydney ist eines der ältesten der Stadt und man hat eine fantastische Sicht auf den Hafen. Die Gebäude wurden in viktorianischem Stil erbaut. Das lebendigste Quartier der Stadt ist der Darling Harbour mit seinen zahlreichen Diskotheken. Wer exotische Fische und Haie mag, der ist im Aquarium von Sydney genau richtig. Im King Cross Quartier befinden sich die besten Diskotheken der Stadt und im Haymarket kann von Donnerstag bis Sonntag endlos eingekauft werden. Im China Town Quartier, in der Nähe vom Haymarket, können Sie kleine und günstige Souvenirs kaufen. In Sydney gibt es zudem viele Museen, grosse Parkanlagen und Coffee Shops. Wer Sport gerne mag, der findet in Australien unzählige Gelegenheiten um zu Tauchen, Kanu fahren, Fallschirm springen, klettern und vieles mehr. Für Naturfreunde ist der Nationalpark Blue Mountains ein grosses Ausflugsziel. Sydney ist auch bekannt für seine Weingebiete und die guten Weine.

Die Reise
Am 26. Januar nahmen meine Schwester und ich den Bus nach Melbourne, um dort das Nationalfest zu feiern. Nach dem Nationalfest sind ich, meine Schwester und ein paar Freunde mit dem Auto die “Great Ocean Road” zwischen Melbourne und Adelaide entlang gefahren. Steile Felswände säumten die Route. Den darauffolgenden Samstag haben wir uns wieder auf die Rückreise nach Sydney gemacht. Die Nacht vom Samstag auf Sonntag haben wir in einem kleinen Motel in Nirgendwo verbracht. Die Distanzen zwischen den Städten oder Dörfern beträgt mindestens 50 km. Das ist wirklich kein Vergleich zu den Autobahnen in der Schweiz. Am Sonntagabend sind wir, genau zur richtigen Zeit um Roger Federer beim Australien Open zu unterstützen, in Sydney angekommen.

Cairns
Die richtige Reise für meine Schwester und mich begann aber erst am 20.März. Wir sind mit dem Flugzeug nach Cairns, eine Stadt ganz im Norden des Landes, gereist. Am Sonntagabend sind wir in der Jugendherberge in Cairns angekommen. Leider konnten wir am nächsten Morgen, aufgrund eines Hurrikans, der in der Region wütete, die Herberge nicht verlassen. Zum Glück hat sich die ganze Lage am Nachmittag etwas beruhigt und der Hurrikan hat keine merklichen Schäden hinterlassen. Die nächsten fünf Tage haben wir damit verbracht, die Regenwälder in der Region zu besichtigen. Am meisten aber hat mich an Cairns der Park der Aborigines fasziniert, interessant für seine Geschichte und Kultur. Wir besichtigten auch die Barron Falls und die traditionelle Kleinstadt Kuranda. Als nächstes haben wir Port Douglas, ein sehr bekannter Badeort, “Daintree River” und “Mosman Gorge” besichtigt. Nach der Tour in Cairns entschlossen wir uns nach Airlie Beach weiterzureisen. Die Nacht verbrachten wir in Townsville.

Airlie Beach
Airlie Beach ist der Ausgangsort für die Whitsunday Islands, die nur einige Kilometer von der Küste von Airlie Beach entfernt sind. Das nächste Abenteuer erwartete uns auf dem alten Segelschiff “Enid” mit dem wir von Sydney bis nach Hobart fuhren. Die Besatzung auf dem Segelschiff zählte, mit dem Kapitän und zwei Angestellten, genau 15 Mann. Die Reise war genial. Jeden Tag hatten wir die Möglichkeit zu tauchen und zu schnorcheln. Was auf der Kreuzfahrt nicht fehlen durfte, war ein Zwischenhalt in White Heaven Beach. Ein Traumort! Der weisse Sandstrand liegt mitten in einer Lagune, das Meer ist kristallblau und wer genau hinsieht entdeckt Haie und Rochen. Nach drei unvergesslichen Tagen und einer ausgelassenen letzten Nacht, stachen wir wieder auf die hohe See. Das nächste Zielort: Harvey Bay.

Harvey Bay
Von Brisbane aus ist Harvey Bay in ungefähr 6 Autostunden in nördliche Richtung zu erreichen. Harvey Bay ist auch der Ausgangsort für Fraser Island, eine Insel welche in 45 Minuten mit der Fähre zu erreichen ist. Auf Fraser Island gibt es von allen Inseln auf der ganzen Welt am meisten Sand. Mit Sack und Pack unternahmen wir auf dieser faszinierenden Insel eine dreitägige Rundreise mit drei 4x4 Auto’s, welche wir von unserem Hostel zu Verfügung gestellt bekamen. Den ersten Abend verbrachten wir mit unserem Camper am Strand. Es war ein unglaubliches Erlebnis die Nächte am Strand zu verbringen. Die Abende haben wir mit BBQ’s, Musik und Fussball spielen verbracht. Am Strand mussten wir immer darauf achten keine Speiseresten liegen zu lassen, da es in der Nacht wilde Dingo’s gibt (wilde Hunde). Es ist auch verboten diese Hunde zu füttern, da sie dem Mensch gegenüber sehr aggressiv sein können. Am Morgen mussten wir sehr früh losfahren, da zwischen 9h30 und 13h30 die Flut kommt. Wir sind dann in Richtung Norden losgefahren und haben während der Flut unsere Autos stehen gelassen und haben die Gelegenheit genutzt um den “Indian Head” zu besteigen. Auf dieser Felsenküste hat man einen fantastischen Ausblick auf die gesamte Küstenlinie. Man kann nicht nur die Schönheit der Insel besichtigen, sondern auch die Haie im Ozean beobachten. Da sich die Haie bis zu 5 Meter ans Ufer näher, ist es unmöglich sich im Meer zu baden. Das Mittagessen haben wir im Restaurant “Champaigne Pools” eingenommen. Nach dem Essen haben wir uns in den zum Restaurant gehörigen Swimmingpools gebadet. Die letzten zwei Nächte verbrachten wir wieder am Strand.

Brisbane

Die nächste Etappe: Brisbane. In Brisbane werde ich für längere Zeit bleiben und einigen Freunden aus meiner alten Schulklasse begegnen. Meine Schwester muss leider wieder zurück in die Schweiz reisen. Mit meinen Freunden werde ich zuerst nach Surfers Paradise und nachher an die Gold Coast reisen. Die Gold Coast ist ein sehr touristischer Ort mit schönen Stränden und einem Nachtleben ohne Ende. Von der Gold Coast aus geht die Reise weiter nach Byron Bay, wo wir beim grössten Festival Australiens dabei sein werden. Wer gerne Blues und Roots hört, der ist an diesem Festival genau richtig. Nach Brisbane sind wir in zwei Autostunden nach Noosa weitergereist. Der Ort ist ein beliebtes Ferienziel für Stars und Sternchen. Nur zehn Kilometer von Noosa entfernt ist der Australian Zoo. Er wurde von bekannten “Crocodile Hunter” Steve Irvine und seiner Frau erschaffen. Wer in den Australian Zoo geht findet viele exotische Tiere: Tiger, Krokodile, Schlangen, farbige Vögel und viele andere einheimische Tiere.
Es ist an der Zeit weiterzureisen. Den nächsten Halt werden wir in Perth einlegen.

Perth
In Perth fuhren wir mit einem Mietauto in den Norden in die Wüste von Pinnacles. In der Wüste gab es riesige Limestones, grosse Steine, welche vom Wind und vom Wasser erodiert wurden. Die nächste Station war der Nationalpark in Kalbarri, welcher eine Fläche von 190 000 Hektaren deckt (circa 190 000 Fussballfelder). Wir fuhren dann sogleich weiter nach Monkey Mia, was circa 1000km im Norden von Perth liegt. Monkey Mia ist ein riesiger Komplex, welcher in der Mitte von Nowhere liegt und in welchem es verschiedene Unterkünfte und Restaurants gibt. Nach zwei entspannenden Tagen im Hotel sind wir dann in einem Tag endlich nach Perth gefahren.


Albany und einen Ausflug in die Eukalyptuswälder
Die Station nach Perth war Albany, 500 km südlich von Perth, in dem wir in einem Museum Wale besichtigt haben. Anschliessend sind wir in den Eukalyptuswäldern des “Trees Walk Top” laufen gegangen. Ich wusste nicht, dass diese Bäume bis zu 40 Meter hoch werden können, einfach unglaublich! Auf der Fahrt nach Margaret River hielten wir in Pemperton. Dort habe ich meinen Adrenalinspiegel kräftig angeregt: Ich kletterte auf einen 75 Meter hohen Baum! Und da mein Freund an Höhenangst und Schwindel leidet habe ich dieses Abenteuer ganz allein gestartet! Das Ergebnis war unglaublich. Auch wenn ich kaum mehr meine Beine und Arme spürte, war ich unendlich beeindruckt von dem was ich sah. Dieser Eukalyptusbaum war der höchste im Umkreis von 5 km. Ich hatte eine Aussicht über den ganzen Eukalyptuswald.

Margaret River
Die Region um Margaret River ist sehr bekannt für seine Grotten. Eine der bekanntesten Grotten hat eine Länge von über 2km! Nach den Grotten haben wir uns auf den Weg nach Fremantle gemacht, eine Stadt die circa 30 Minuten südlich von Perth liegt. In Fremantle haben wir von den genialen Märkten und den Diskotheken profitiert. Von Fremantle aus sind wir dann auf die Insel Rottnest Island gefahren. Es ist eine sehr beliebte Touristeninsel. Dort angekommen haben wir mit einem gemieteten Fahrrad die wunderschönen Plätze der Insel besichtigt (circa 26km).

Wieder zurück in Perth
In zehn Tagen haben wir im Gesamten 3700 km zurückgelegt! Die letzten zwei Tage haben wir noch genutzt um die schöne Metropole zu besichtigen. Mein nächstes Reiseziel für die kommenden zwei Wochen war Sydney. Vor der Abreise habe ich noch ein letztes Mal meine Gastfamilie besucht und meine Koffern, die 32 Kilo wogen (!), in die Schweiz gesandt, was mich umgerechnet 450.- CHF kostete! Nach diesem Schock litt ich etwas unter Bauchweh, aber ich hatte keine andere Wahl, als diesen Betrag zu bezahlen. In Sydney habe ich, um mein Taschengeld etwas aufzubessern, einen Job in der weltberühmten Oper angenommen.

Ein Aufenthalt in Australien geht zu Ende
Die Zeit ist gekommen um wieder in mein Heimatland die Schweiz zurückzukehren. Von der Fähre aus warf ich noch einen letzten Blick auf Manly und mich überkam ein Gefühl der Nostalgie. Aber andererseits war ich natürlich auch zufrieden meine Eltern und Freunde wiederzusehen. Die Dame am Check-In Schalter wies mich darauf hin, dass ich viel zuviel Gepäck bei mir hatte. Sie war aber freundlich und zufrieden und liess mich mit einem Augenzwinkern durch die Kontrolle. Ich nahm mit super Erinnerungen Abschied von Australien. Der Flug in die Schweiz lief problemlos über die Bühne. Ich war wieder zuhause! Ich war sehr glücklich meine Freunde und Familie wiederzusehen, aber ich war auch etwas traurig, dass die Ferien in Australien schon vorüber sind.

Impressionen
Für mich waren diese sechs Monate eine bereichernde und spannende Erfahrung. Ich habe viele neue Freunde gefunden: Meine Gastfamilie und allen Leuten denen ich auf der Reise begegnete. Ich war super zufrieden das Prüfungsresultat zu sehen. Ich habe mein Zertifikat mit dem Grade C erhalten! Ich bin super stolz, dass ich die Prüfung in Australien absolviert habe. Wenn ich jetzt die Prüfung nicht bestanden hätte, hätte ich sie in der Schweiz nochmals versucht. Denn das CAE Diplom ist nicht so einfach wie man anfangs meint. Aber ich habe viel Zeit investiert und habe die Prüfung natürlich auch mit ein bisschen Glück bestanden. Was ich am meisten an meiner Australienreise bedaure ist, dass keine Zeit hatte um den Nationalpark in Darwin oder Alice Springs mit Uluru (australischer Name für die Ayers Rock) zu besichtigen. Das nächste Mal wenn ich in Australien bin, werde ich die Gelegenheit nutzen nach Neuseeland und zu den Fidji Inseln zu reisen. Rückblickend muss ich sagen, dass ich sehr zufrieden bin mit meiner Reise, denn viele meiner Klassenkameraden mussten direkt nach dem Kurs wieder in die Schweiz zurückkehren.
Es ist jetzt schon einen Monat her, dass ich zu Hause bin. Aber mich übermannt eine riesen Lust wieder nach Australien zurückzukehren. Es ist wirklich nicht leicht, sich nach sieben Monaten im Paradies, wieder an den ganz normalen Alltag zu gewöhnen. Ich freue mich schon darauf, hier in der Schweiz eine Arbeit zu finden, damit ich wieder einen Fixpunkt im Leben habe. Aber zum Glück sind alle Erinnerungen und Bilder, die ich aus Australien mitgenommen habe, noch ganz frisch. So kann ich mich jederzeit daran zurückerinnern…


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